Freudentanz und Totentanz

Liebe und Tod. Für nichts fehlen uns so sehr die Worte – und für nichts brauchen wir so dringend Worte! Worte, die uns helfen, Unfassbares zu fassen, Unsagbares herauszujubeln, Namen zu finden für namenlose Trauer und Freude.
Seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, suchen und finden Dichter diese Worte. Worte, die befreien, entlasten, Worte mit heilender Kraft.

Die Schauspielerin Laurin Singer lädt ein zu einem literarischen Freuden- und Totentanz durch die Weltliteratur, von den Weisheitsbüchern der alten Ägypter, über Märchen und Mythen bis in die Gegenwart.

23. November 2017
19 Uhr

im Torhaus am historischen Friedhof, Bergstraße 1 in Rathenow Der Eintritt ist frei – Spenden sind herzlich willkommen

siehe → Aktuelles

Konzert Kulturkapellen

Liebe Freunde der Kulturkapellen,

nach längerer Pause freuen wir uns Euch mal wieder zur einem kleinen Konzert einladen zu dürfen: Am Ewigkeitssonntag (formerly known as Totensonntag) spielen Petra Kießling und Ulrich Lüdering für uns italienische Musik für Violoncello und Cembalo vor/um 1700.

Datum: 26.11.2017, 15 Uhr
Ort: Kapelle auf dem Friedhof Friedrichswerder, Bergmannstrasse 42-44, 10961 Berlin
Der Eintritt ist frei, Spenden für die Musikerin und den Musiker sind sehr willkommen!

Für das leibliche Wohl ist im angrenzenden Café Strauss gesorgt.
Wir würden uns freuen Euch dort zu sehen.

Darüberhinaus wird es im nächsten Jahr auch wieder den Friedhofssalon auf dem Friedhof Dreifaltigkeit I in Kreuzberg sowie einige Veranstaltungen im „Haus Eichner“ auf dem Alten Marien-Nikolaifriedhof in Prenzlauer Berg geben. Mehr dazu dann demnächst.

ag friedhofsmuseum berlin e.V.
Prenzlauer Berg 2, 10405 Berlin
mail:info@friedhofsmuseum.de
www.friedhofsmuseum.de

siehe → Aktuelles

Volkstrauertag 2017 auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof

Sehr herzlich möchten wir Sie zum Volkstrauertag am kommenden Sonntag,
den 19. November um 12 Uhr auf den Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof einladen.

Werdauer Weg 5, 10829 Berlin, S-Bahnhof Schöneberg

Wir wollen mit einer Andacht in der Kapelle die Erweiterung des Kriegsgräberfeldes feiern.
Leitung: Pfarrer Bornemann. Grußworte: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und
MdB Dr. Fritz Felgentreu, Landesvorsitzender des Volksbundes.
Die Andacht wird von einem Trio musikalisch begleitet.

Im Anschluss wird die Ausstellung
UNBEKANNT
mit Werken der Künstlerin Sigrid Weise eröffnet werden.

Zum Hintergrund:
Seit 2015 sind 91 Opfer von Krieg und Gewalt der beiden Weltkriege vom Alten Kirchhof Schöneberg
auf den Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof verlegt worden. Auf Alt-Schöneberg waren die Gräber in sog.
Streulage. Auf dem Neuen Zwölf-Apostel​-Kirchhof konnten die Gräber in die bereits vorhandene Anlage
integriert werden und sind nun Teil der Gedenkstätte. Bei den Gräbern handeln es sich mehrheitlich um
zivile Opfer von Krieg und Gewalt.

Zur Ausstellung: Die Berliner Künstlerin Sigrid Weise zeigt in der Wartehalle des Kirchhofs fünf
Arbeiten aus ihrer Serie UNBEKANNT. Sigrid Weise hat Grabsteine von Opfern des II. Weltkriegs fotografiert
und durch Überlagerung gleicher Inschriften gestaltet.

Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Tel.: + 49 (30) 23 90 86 38
Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
www.zwoelf-apostel-berlin.de

siehe → Aktuelles

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“

Mit diesem Martin Luther zugeschriebenen Wort laden wir herzlich ein, im Rahmen des 500jährigen Reformationsgedenkens an der Pflanzung eines Apfelbäumchen (Sorte „Martin Luther“ – über die Bethel Stiftung/Barnimer Baumschule Biesenthal) und Präsentation des gereinigten Luther Denkmals auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof teilzunehmen.

Dank großzügiger Spenden konnte nicht nur die Luther-Statue (eine Kopie des Luther-Denkmals in Wittenberg von Johann Gottfried Schadow), sondern auch die Büste des Baumeisters August Friedrich Stüler gereinigt und gegen weitere Schäden gesichert werden.

Treffpunkt ist Freitag, der 10. November 2017 um 14 Uhr an der Friedhofskapelle Dorotheenstädtischer Friedhof, Chausseestr. 126

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das im Mai eröffnete kleine Friedhofscafé „CaDoro“ hinter dem Totengräberhäuschen sowie die Präsentation der Lichtkunst von James Turrell in der Kapelle zu besuchen.

Gertrud Dailidow-Gock, für die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Pfarrer Jürgen Quandt, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte

Verkehrsverbindung: U-Bahnhof Naturkunde-Museum oder Oranienburger Tor

siehe → Aktuelles, Presse

Ein Liberaler und die Frauenbewegung

Friedrich Naumann und Gertrud Bäumer

Vortrag und Lesung mit
Birgit Bublies-Godau (Historikerin)
Silke Jensen
Bertram von Boxberg

Freitag, 27. Oktober 2017
19 Uhr
Kapelle Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Eintritt frei

Fällt der Name Friedrich Naumann, denken die Meisten wohl an eine parteinahe Stiftung.
Einige denken vielleicht noch an den Vorreiter des sozialen Liberalismus, der 1896 den Nationalsozialen Verein gegründet hatte, später der Fortschrittlichen Volkspartei angehörte und nach dem Ersten Weltkrieg der erste Vorsitzende der im November 1918 gebildeteten linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) wurde und Mitglied in der Weimarer Nationalversammlung war. Dass Friedrich Naumann (1860-1919) auch die bürgerliche Frauenbewegung seiner Zeit maßgeblich prägte und sich gemeinsam mit prominenten Frauenrechtlerinnen für die Emanzipation und die politischen Rechte der Frauen eingesetzt hat, ist hingegen in Vergessenheit geraten.
Mit dem Abend „Friedrich Naumann und Gertrud Bäumer“ soll daran erinnert werden.

Gertrud Bäumer (1873–1954) gehörte wie Helene Lange zu den führenden Frauenrechtlerinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war eine der ersten aktiven Politikerinnen Deutschlands, war Reichstagsabgeordnete in der Weimarer Republik und Delegierte der Reichsregierung beim Völkerbund in Genf, und sie war in vielfältiger Weise schriftstellerisch und publizistisch tätig. Ihre politische Einstellung war stark von Friedrich Naumann beeinflusst worden, mit dem sie ab 1906 eng zusammenarbeitete und mit dem sie auch eine intensive politische Freundschaft verband.
Für die von Naumann seit 1894 als Gründungsherausgeber verantwortete sozialliberale Zeitschrift „Die Hilfe“ übernahm sie ab 1912 den Kulturteil redaktionell, nach Naumanns Tod 1919 wirkte sie zeitweilig zusammen mit Theodor Heuss als Herausgeberin.
Die Redaktionssitzungen fanden unter anderem in Naumanns Wohnung in der heutigen Naumannstraße, direkt gegenüber dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof, statt. Dort ist Naumann 1919 auch beigesetzt worden. Er hat ein Ehrengrab des Berliner Senats.
Der Vortrag der Historikerin Birgit Bublies-Godau wird ergänzt durch Zitate aus den Schriften von Naumann und Bäumer, die von den Schauspielern Silke Jensen und Bertram von Boxberg vorgetragen werden.

Birgit Bublies-Godau, M.A., hat an der Ruhr-Universität Bochum Geschichtswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft studiert und schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit über den 1848er Demokraten Jakob Venedey (1805-1871). Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Geschichte der Demokratie, des Liberalismus und anderer politisch-sozialer Bewegungen in Deutschland im 19. Jahrhundert, die Geschichte der europäischen Revolution von 1848/49 und die Frauen- und Geschlechtergeschichte. Sie war u.a. Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf und des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, war von 1999 bis 2011 Mitherausgeberin und ist seit 2011 Redakteurin des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung und gehört als Schatzmeisterin dem Vorstand der wissenschaftlichen Literaturgesellschaft Forum Vormärz Forschung e.V. in Bielefeld an.

Mit freundlichen Grüßen
Bertram von Boxberg
– Öffentlichkeitsarbeit –
Ev. Zwölf-Apostel-Kirchhöfe
Kolonnenstraße 24-25, 10829 Berlin
Tel: +49 30 781 18 50
Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
Web: www.zwoelf-apostel-berlin.de

siehe → Aktuelles

Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Vorsitzender des Vorstandes: Peter Storck
Geschäftsstelle Ev. Kirchenforum Stadtmitte | Klosterstr. 66 | 10179 Berlin-Mitte
Berliner Bank | BLZ 100 200 00 | Konto Nr. 31 01 957 907