„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“

Mit diesem Martin Luther zugeschriebenen Wort laden wir herzlich ein, im Rahmen des 500jährigen Reformationsgedenkens an der Pflanzung eines Apfelbäumchen (Sorte „Martin Luther“ – über die Bethel Stiftung/Barnimer Baumschule Biesenthal) und Präsentation des gereinigten Luther Denkmals auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof teilzunehmen.

Dank großzügiger Spenden konnte nicht nur die Luther-Statue (eine Kopie des Luther-Denkmals in Wittenberg von Johann Gottfried Schadow), sondern auch die Büste des Baumeisters August Friedrich Stüler gereinigt und gegen weitere Schäden gesichert werden.

Treffpunkt ist Freitag, der 10. November 2017 um 14 Uhr an der Friedhofskapelle Dorotheenstädtischer Friedhof, Chausseestr. 126

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das im Mai eröffnete kleine Friedhofscafé „CaDoro“ hinter dem Totengräberhäuschen sowie die Präsentation der Lichtkunst von James Turrell in der Kapelle zu besuchen.

Gertrud Dailidow-Gock, für die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Pfarrer Jürgen Quandt, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte

Verkehrsverbindung: U-Bahnhof Naturkunde-Museum oder Oranienburger Tor

siehe → Aktuelles, Presse

Ein Liberaler und die Frauenbewegung

Friedrich Naumann und Gertrud Bäumer

Vortrag und Lesung mit
Birgit Bublies-Godau (Historikerin)
Silke Jensen
Bertram von Boxberg

Freitag, 27. Oktober 2017
19 Uhr
Kapelle Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Eintritt frei

Fällt der Name Friedrich Naumann, denken die Meisten wohl an eine parteinahe Stiftung.
Einige denken vielleicht noch an den Vorreiter des sozialen Liberalismus, der 1896 den Nationalsozialen Verein gegründet hatte, später der Fortschrittlichen Volkspartei angehörte und nach dem Ersten Weltkrieg der erste Vorsitzende der im November 1918 gebildeteten linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) wurde und Mitglied in der Weimarer Nationalversammlung war. Dass Friedrich Naumann (1860-1919) auch die bürgerliche Frauenbewegung seiner Zeit maßgeblich prägte und sich gemeinsam mit prominenten Frauenrechtlerinnen für die Emanzipation und die politischen Rechte der Frauen eingesetzt hat, ist hingegen in Vergessenheit geraten.
Mit dem Abend „Friedrich Naumann und Gertrud Bäumer“ soll daran erinnert werden.

Gertrud Bäumer (1873–1954) gehörte wie Helene Lange zu den führenden Frauenrechtlerinnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war eine der ersten aktiven Politikerinnen Deutschlands, war Reichstagsabgeordnete in der Weimarer Republik und Delegierte der Reichsregierung beim Völkerbund in Genf, und sie war in vielfältiger Weise schriftstellerisch und publizistisch tätig. Ihre politische Einstellung war stark von Friedrich Naumann beeinflusst worden, mit dem sie ab 1906 eng zusammenarbeitete und mit dem sie auch eine intensive politische Freundschaft verband.
Für die von Naumann seit 1894 als Gründungsherausgeber verantwortete sozialliberale Zeitschrift „Die Hilfe“ übernahm sie ab 1912 den Kulturteil redaktionell, nach Naumanns Tod 1919 wirkte sie zeitweilig zusammen mit Theodor Heuss als Herausgeberin.
Die Redaktionssitzungen fanden unter anderem in Naumanns Wohnung in der heutigen Naumannstraße, direkt gegenüber dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof, statt. Dort ist Naumann 1919 auch beigesetzt worden. Er hat ein Ehrengrab des Berliner Senats.
Der Vortrag der Historikerin Birgit Bublies-Godau wird ergänzt durch Zitate aus den Schriften von Naumann und Bäumer, die von den Schauspielern Silke Jensen und Bertram von Boxberg vorgetragen werden.

Birgit Bublies-Godau, M.A., hat an der Ruhr-Universität Bochum Geschichtswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft studiert und schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit über den 1848er Demokraten Jakob Venedey (1805-1871). Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Geschichte der Demokratie, des Liberalismus und anderer politisch-sozialer Bewegungen in Deutschland im 19. Jahrhundert, die Geschichte der europäischen Revolution von 1848/49 und die Frauen- und Geschlechtergeschichte. Sie war u.a. Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf und des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, war von 1999 bis 2011 Mitherausgeberin und ist seit 2011 Redakteurin des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung und gehört als Schatzmeisterin dem Vorstand der wissenschaftlichen Literaturgesellschaft Forum Vormärz Forschung e.V. in Bielefeld an.

Mit freundlichen Grüßen
Bertram von Boxberg
– Öffentlichkeitsarbeit –
Ev. Zwölf-Apostel-Kirchhöfe
Kolonnenstraße 24-25, 10829 Berlin
Tel: +49 30 781 18 50
Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
Web: www.zwoelf-apostel-berlin.de

siehe → Aktuelles

„In der Farbe gehen“ – Lesungen im Lichtraum von James Turrell

REFLEXIONEN ZUM LICHTRAUM VON JAMES TURRELL
in Kooperation mit der Stiftung St. Matthäus (stiftung-stmatthaeus.de)

Jeweils am ersten Samstag des Monats zum Sonnenuntergang

Die 1928 erbaute Friedhofskapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs wurde am 8. Juli 2015 nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wieder eröffnet. Der durch den US-amerikanischen Lichtkünstler James Turrell gestaltete Raum ermöglicht einzigartige Raumerfahrungen: Vergleichbar der Lichtwirkung einer gotischen Kathedrale sind die von Turrell geschaffenen Räume nicht im herkömmlichen Sinne ‚beleuchtet’, sondern von Licht und Farbigkeit erfüllt.

7. Oktober 2017, 18:00 Uhr Bernd Wolfgang Lindemann, Kunsthistoriker, Berlin
4. November 2017, 16:00 Uhr Eva Schürmann, Philosophin, Magdeburg
2. Dezember 2017, 15:30 Uhr Julia Voss, Kunstjournalistin, Berlin
6. Januar 2018, 15:30 Uhr Christian Lehnert, Lyriker und Theologe, Leipzig
3. Februar 2018, 16:30 Uhr Wulf Herzogenrath, Kunsthistoriker und Kurator, Berlin
3. März 2018, 17:15 Uhr Horst Bredekamp, Kunsthistoriker, Berlin

Wer in den Abend- oder Nachtstunden die Friedhofskapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs in Berlin-Mitte betritt, geht buchstäblich in Farbe. Denn in der begehbaren Licht- skulptur des US-amerikanischen Künstlers James Turrell materialisiert sich das farbige Licht und lässt die Kapelle zu einem Farbraum werden.

Wohin führt der Weg durch die Farbe? Und was heißt es, an einem Ort, der für den Abschied der Toten gebaut wurde, nicht nur über Licht und Farbe, sondern in Licht und Farbe zu denken und zu sprechen?
In den Turrell-Lectures der Stiftung St. Matthäus und des Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte gehen Kunstwissenschaftlerinnen, Theologen, Philosophen und Kul- turwissenschaftler diesen Fragen nach – immer am ersten Samstag des Monats zum Sonnenuntergang und immer im Dialog mit der Lichtskulptur von James Turrell.

siehe → Aktuelles

Veranstaltungen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde

Der Herbst ist wieder die Zeit, in der wir Sie zu zahlreichen interessanten
kulturellen Veranstaltungen auf unsere Kirchhöfe einladen möchten.

Wir beginnen am kommenden Samstag mit einer

PflanzenerlebnisFührung mit Olaf Tetzinski
Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
Samstag 9. September 2017
16:00 Uhr

Eintritt frei – Treffpunkt: Eingang

Olaf Tetzinski ist Heilpraktiker, Florist und Landschaftsgärtner. Auf seinen Pflanzenerlebnisführungen
kann man Pflanzen entdecken, von denen man nicht vermuten würde, sie auf einem Friedhof zu finden.
Sachkundig klärt Tetzinski über die Heilwirkung viele dieser Pflanzen auf. Gleich vor Ort kann verkostet
werden, denn viele der Pflanzen sind essbar.
Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Alte St.-Matthäus-Kirchhof am Tag des Offenen Denkmals.

Gemäß des Mottos des Denkmalstages „Macht und Pracht“ wollen wir diesmal die Mausoleen in den Blickpunkt rücken. Der Architekt Martin Hoffmann wird vor Ort fachkundig über die Restaurierungsarbeiten an den Mausoleen informieren. Anschließend werden wir bei einer Führung die wichtigsten Mausoleen auf dem Kirchhof besuchen, die wenn möglich geöffnet sein werden.

Zum Tag des offenen Denkmals

Sonntag, 10. September
15:00 Uhr

Alter St.-Matthäus-Kirchhof
Großgörschenstraße 12-14

Im Anschluss wird um 17 Uhr der DO-Chor in der Kapelle ein Konzert geben. Unter der Leitung von Bardo Henning präsentiert der Chor sein Repertoire, das von afrikanischen Volksweisen bis Pop (z. B. L Cohen) reicht. Auch diese Veranstaltung findet im Rahmen des Tages des Offenen Denkmals und in Kooperation mit EFEU e.V. statt. Auch hier ist der Eintritt frei.
Ich würde mich freuen, Sie auf unseren Kirchhöfen begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Bertram von Boxberg

– Öffentlichkeitsarbeit –
Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
Kirchhofsverwaltung
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Tel.: 030 – 23 90 86 38
Zentrale: 030 – 781 18 50

Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
Internet: http://www.zwoelf-apostel-berlin.de

siehe → Aktuelles

Torhaus Rathenow

11. Juli 2017 um 19:00 Uhr im Torhaus
Radka Denemarkova
liest aus ihrem vielfach ausgezeichneten Buch:

„Ein herrlicher Flecken Erde“

Der Konflik zwischen Tschechen, Deutschen und Juden ist das brisante Grundthema diese Romans.
Die promovierte Germanistin Denemarkova lebt in Prag.

Evangelische Kirchengemeinde St. Marien-Andreas
14712 Rathenow

siehe → Aktuelles

Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Vorsitzender des Vorstandes: Peter Storck
Geschäftsstelle Ev. Kirchenforum Stadtmitte | Klosterstr. 66 | 10179 Berlin-Mitte
Berliner Bank | BLZ 100 200 00 | Konto Nr. 31 01 957 907