Dr. Hans-Jürgen Mende am 21.09.2018 in Rostock verstorben

Am 21. September 2018 verstarb in Rostock der Philosoph und Sachbuchautor Dr. Hans-Jürgen Mende (geb. 1945 in Berlin-Kreuzberg). Mit 23 Führern insbesondere zu Berliner Friedhöfen und seinem bald in zweiter Auflage erscheinenden Lexikon Berliner Grabmäler gehörte Hans-Jürgen Mende zu den profiliertesten Friedhofsfreunden Deutschlands. Seine mit Nachdruck betriebene Publikationstätigkeit ließ nicht Wenige etwas atemlos zurück, Mendes herzliches Wesen jedoch versöhnte einen immer wieder mit ihm. Sein Ehrgeiz, Wissen für Viele zugänglich zu machen, war von großer Liebe zu den behandelten Objekten geprägt. Das galt insbesondere für die historischen Kirchhöfe und Friedhöfe. Der Ev. Friedhofsverband Berlin-Stadtmitte und die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg nehmen Abschied von einem erinnerungswürdigen und unermüdlichen Forscher.

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Kleine Abendmusik zum Wochenausklang

mit Thomas Kübler
17:00
-Auferstehungskirche-

Orgel

Die Macht der Liebe (Wunschmusik)
La mer – Charles Trenet (Wunschmusik)
begin the beguine – Cole Porter
Muetterchen Moskau – Gerd Natschinski
I got rhythm – Goerge Gershwin

Klavier

Allegretto – Frederic Chopin
River flows in you – Yiruma
Sur le Fil – Yann Tiersen
Gone with the wind – Vom winde verweht
Sunday at the Swimming pool – Damien- Poupart Taussat

seit Mai dieses Jahres veranstalten wir die “Kleine Abendmusik zum Wochenausklang“ bei der Thomas Kübler Orgel und E-Piano spielt-immer freitags-in der Auferstehungskirche.
Auf Grund der fortgeschrittenen Jahreszeit haben wir die Anfangszeit von 18:00 auf 17:00 verlegt, damit niemand im Dunkeln den Heimweg antreten muss.
So lange es die Witterung zulässt, werden wir diese musikalische Abendandacht weiter führen.
Lassen Sie allen Stress der Woche von sich abfallen und freuen Sie sich auf das Wochenende.
Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen.

Eva Lehmann
Memento e.V./Evang. Kirchengemeinde
Rathenow

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„Friedrich Schiller, eine Dichterjugend“

Stummfilm aus dem Jahre 1923
Regie: Curt Goetz

Freitag, 12. Oktober 2018 ,19 Uhr
Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof, Kapelle
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin
Eintritt frei – um eine Spende wird gebeten

Da unsere StummfilmKonzerte immer sehr gut nachgefragt sind, bieten wir Ihnen
exklusiv die Möglichkeit Plätze zu reservieren. Schreiben Sie einfach eine Mail
mit der Anzahl der gewünschten Plätze, und Sie finden am 12. Oktober Ihren
Namen auf den Bänken in unserer Kapelle.

Zu dem Film:
82 Jahre war dieser Film verschollen. Nach einer abenteuerlichen Reise über Moskau
kam er ins Münchner Filmmuseum, wurde aber erst Jahre später aus seinem Dornröschenschlaf befreit.

Dabei hat dieser Film es nicht verdient, vergessen zu werden:
1923 inszeniert von dem großartigen Komödien-Autor Curt Goetz (1888 – 1960)
Seine Theaterstücke, wie etwa das „Das Haus in Montevideo“, waren Welterfolge.
Meist inszenierte er sie selber und spielte gemeinsam mit seiner Ehefrau Valérie von Martens
auch die Hauptrollen. Viele seiner Stücke wurden verfilmt.

Der Film „Friedrich Schiller – eine Dichterjugend“ beschreibt die ersten 20 Jahre des Dichters.
Er ist mit leichter Hand inszeniert und obwohl ein echter Kostümfilm, alles andere als verstaubt.
Man könnte diesen Film fast als Vorfilm zu Schillers Sturm- und Drang Erstling „Die Räuber“ sehen.
In eindrücklichen Szenen wird gezeigt, woher bei Schiller die Wut kam, die in den „Räubern“ ihren Ausdruck fand.

Stephan Graf von Bothmer wird diesen Film erstmalig am Flügel begleiten
– die Veranstaltung mit dem 95 Jahre alten Film ist also eine echte Premiere!
Im Anschluss gibt es wieder die Möglichkeit, bei einem Glas Wein oder Saft den Abend mit einem gute Gespräch ausklingen zu lassen.

Und: Es gibt bei diesem Film sogar einen Bezug zu unserem Alten St.-Matthäus-Kirchhof,
aber das verraten wir erst vor dem Film…

Zwölf-Apostel-Kirchhöfe
Öffentlichkeitsarbeit
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin

Tel.: +49 30 781 18 50
Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
Web: www.zwoelf-apostel-berlin.de

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Tag des Offenen Denkmals am 8. September

Die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe lädt ein zum Tag des Offenen Denkmals
am 8. September 2018 ab 19.15 Uhr
auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin Mitte, Chausseestr. 126
Näheres ist dem Veranstaltungsheft zum Denkmaltag in Berlin zu entnehmen.

Licht

Licht ist eine elementare Lebenskraft. Deshalb besitzt es für fast alle Religionen und Weltanschauungen eine hohe symbolische Bedeutung. Licht ist ein Bild für alles Gute: das Leben selbst, die Liebe, die Hoffnung, den Glauben.

James Turrell ist ein Künstler, den man nicht vorschnell auf eine weltanschauliche oder religiöse Lebensposition festlegen kann. Als Licht-Künstler verfolgt er auch naturwissenschaftliche Interessen und autonome ästhetische Ideen. Manchmal hat man den Eindruck, er arbeite mit dem Licht wie ein Bildhauer mit Ton, Stein oder Holz. Und doch lösen seine Licht-Installationen unweigerlich auch religiöse Assoziationen aus.

Dies ist besonders hier der Fall. Diese Kapelle ist ein kirchlicher Raum. Sie liegt mitten auf einem christlichen Friedhof. Man kann diese Turrell-Installation nicht betrachten, ohne die christliche Bedeutung des Lichts mitzubedenken. Das ist durchaus in Turrells Sinne. Denn bei der architektonischen Neugestaltung der Kapelle war es auch ihm wichtig, dass sie weiterhin als christlicher Sakralbau erkennbar ist: durch das Kreuz über dem Eingang und durch das Kreuz an der Vorderseite des Altars.
Das Kreuz gilt heute als das Hauptsymbol des Christentums, was man auch an regelmäßig aufflammenden symbolpolitischen Streitigkeiten sehen kann. Aber das Kreuz ist nicht das einzige und nicht das älteste Symbol des christlichen Glaubens. Mindestens so bedeutsam ist das Licht. Hierzu gibt sich vielfältige Aussagen im Neuen Testament. Die wichtigste findet sich im Johannesevangelium. Hier sagt Jesus Christus von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Wer an Jesus Christus glaubt, hat innerlich Zugang gefunden zum Leben und zur Liebe Gottes. Selbst das Böse und der Tod können ihm diese Verbindung nicht mehr rauben.

Das aber bedeutet für die Gläubigen, dass sie ein neues Leben beginnen. Die Taufe markiert diesen Neuanfang. Deshalb wurde sie in der Tradition mit Lichtmotiven verbunden. Wer an Jesus Christus glaubt und auf seinen Namen getauft wird, wird nun selbst – wie der Brief an die Epheser sagt – ein Licht-Träger: „Früher wart ihr Finsternis, nun aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.“ (Epheser 5,8) Im Licht zu leben, hat auch eine wichtige ethische Bedeutung: Ein Christ soll nichts tun, was das Tageslicht scheuen würde und wofür er sich schämen müsste. Selbst ein Lichtstrahl Gottes zu sein, hat zudem eine überraschende ästhetische Seite: Für den Autor des Epheserbriefs ist der klarste Beweis dafür, dass Menschen wirklich im Namen Jesu Christi zusammengekommen sind, dass sie schöne Musik machen, dass sie „einander in Psalmen und Hymnen ermuntern, geistliche Lieder singen und dem Herrn fröhlich aufspielen“. (Epheser 5,19) So geschieht es übrigens immer noch, wenn in dieser Kapelle Trauergottesdienste gefeiert werden.

Das Leben im Licht umfasst die ganze Existenz eines Christen. Ganz besonders wird dies aber an der Grenze zum Tod zum Thema. Deshalb ist es so passend, dass Turrells Installation ausgerechnet in einer Friedhofskapelle eingerichtet wurde: Jesus Christus ist das Licht der Welt. Wer ihm nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.

13. Juni 2018
Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland)

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Verschwundene Gräber wichtiger Schriftstellerinnen

Feierliche Enthüllung von vier Gedenksteinen

Sonntag, 2. September, 16 Uhr

Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin – Schöneberg

Lesung mit Silke Jensen
Vortrag von Claudia von Gélieu
In Anwesenheit der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Ihre Bücher kann man teilweise heute noch kaufen. Einige von Ihnen gehörten zu den erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen der deutschen Literaturgeschichte. Vier Schriftstellerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die alle ihre letzte Ruhe auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Schöneberg gefunden haben. Aber, wie bei so vielen anderen Frauen, sind ihre Grabstellen verschwunden.
Auch wenn Leben und Werk dieser Frauen in ihrer Zeit bedeutend waren, gerieten sie in Vergessenheit, vielleicht nur, weil sie eben Frauen waren.

Im Rahmen der Initiative „Die Frauen auf den Kirchhöfen“ möchten die Zwölf-Apostel -Kirchhöfe diese vier Frauen, ihr Werk und ihre Biographien vor dem Vergessen bewahren. Genau an den Orten auf dem Friedhof, an denen sich einst ihre Gräber befanden, werden Gedenksteine gesetzt, die am 2. September 2018 feierlich enthüllt werden.

Anschließend wird Claudia von Gélieu in der Kapelle an die interessanten Biographien dieser Frauen erinnern.

Die Schauspielerin Silke Jensen wird aus den Werken der vier Frauen lesen.

Eintritt frei

zwoelfapostel.kw01.net/event/4287450

In Memoriam
Clementine Helm 1825 – 1896 • Fanny Arndt 1827 – 1906 • Sara Hutzler 1853 -1893 • Dora Duncker 1855 -1906

Ich würde mich freuen, Sie am 2. September auf dem Kirchhof begrüßen zu dürfen.

Für Erfrischungen sorgt, wie immer, unser kleines Buffet.

Mit freundlichen Grüßen
Bertram von Boxberg

Zwölf-Apostel-Kirchhöfe
– Öffentlichkeitsarbeit –
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin
Tel.: 030 23 90 86 38
Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
www.zwoelf-apostel-berlin.de

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Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Vorsitzender des Vorstandes: Peter Storck
Geschäftsstelle Ev. Kirchenforum Stadtmitte | Klosterstr. 66 | 10179 Berlin-Mitte
Berliner Bank | BLZ 100 200 00 | Konto Nr. 31 01 957 907