Reihe Lesespaziergänge

Dora Duncker (1855 -1916 )

Bertram von Boxberg liest aus ihrem Roman
George Sand

Mittwoch, 19. August
18.00 Uhr

Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
Kolonnenstraße 24-25
Treffpunkt Eingang – Eintritt frei

In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zählte Dora Duncker zu den bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen, geriet aber nach ihrem Tod bald in Vergessenheit. Sie entstammte der berühmten Verlegerfamilie Duncker.
Ihren literarischen Durchbruch erzielte Dora Duncker 1894 mit dem sozialkritischen Roman „Die Goldfliege“, der im Milieu der Druckereiarbeiter spielt.
Schon vorher hatte sie mit Theaterstücken einen Namen gemacht, die etwa im Hamburger Thalia Theater aber auch in Wien und Berlin aufgeführt werden. Zeit Lebens arbeitete Dora Duncker als freischaffende Schriftstellerin. Sie schrieb Romane, Erzählungen, Essays, Gedichte und Theaterstücke. Sie arbeitete auch journalistisch und schrieb Theaterkritiken. Ihre 1888 geschlossene Ehe war nur von kurzer Dauer, nach er Scheidung zog sie Ihre Tochter Eva alleine groß.

1916 erschien ihr historischer Roman „George Sand. Ein Buch der Leidenschaft“.In ihm beschreibt Duncker das Leben der französischen Schriftstellerin, die von 1804-1876 gelebt hat. George Sand setzte sich durch ihre Lebensweise und mit ihren Werken für feministische und sozialkritische Ziele ein. So rebellierte sie beispielsweise gegen die Beschränkungen, die Frauen im 19. Jahrhundert durch die Ehe als Institution auferlegt waren, und forderte an anderer Stelle die gleichberechtigte Teilhabe aller Klassen an gesellschaftlichen Gütern ein.

Dora Duncker hat genau wie ihr Vater der Verleger Alexander Duncker (1813-1897) ihre letzte Ruhe auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof gefunden. Beide Gräber existieren nicht mehr.

Die Lesung findet an Ihrem 2018 von den Kirchhöfen gesetzten Gedenkstein auf dem Friedhof statt. Dieser Stein befindet sich wenige Meter entfernt von ihrem ehemaligen Grab, neben der Grabstätte ihres Onkels, Max Duncker (1811-1886). In den letzten Jahren ist Dora Duncker wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt. Im Mai 2020 hat die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg beschlossen, einen Teil des Gleisdreieck-Parks nach ihr zu benennen.

Ich würde mich freuen, sie endlich einmal wieder auf unserem Kirchhof begrüßen zu dürfen, mit Abstand, Maske und Voranmeldung aber auch mit einem literarischen Leckerbissen.

Mit freundlichen Grüßen
Bertram von Boxberg

Zwölf-Apostel-Kirchhöfe
Öffentlichkeitsarbeit
Kolonnenstraße 24-25
10829 Berlin
Tel.: + 49 – 30 – 781 18 50

Mail: vonboxberg@zwoelf-apostel-berlin.de
Web: www.zwoelf-apostel-berlin.de

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