Gedenktag des Monats
Salomon Haberland

Kaufmann, Unternehmer
* 27.10.1836
† 12.09.1914

Jüdischer Friedhof Berlin, Schönhauser Allee
Nr. 7 (www.wo-sie-ruhen.de)

Der Textilfabrikant und Kommerzienrat Salomon Haberland, verheiratet mit Olga Sonnenthal (1847-1925), hatte seit 1861 in Wittstock ein florierendes Manufakturwarengeschäft. 1866 übersiedelte er nach Berlin und führte mit seinem Bruder Isidor Haberland (1831-1896) die Firma I. & S. Haberland in der Spandauer Straße. Zum Unternehmen gehörte auch eine Tücher- und Schalfabrik. 1880 wechselte Salomon Haberland in das Bank- und Immobiliengeschäft. 1890 gründete er mit anderen … weiterlesen...

James Turrell – Luther’s Light 2015


 

Präsentation der Lichtkunst von James Turrell


Terminübersicht: www.evfbs.de

James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst
mit Einführungsvortrag
Berlin: Kapelle Dorotheenstädtischer Friedhof I Mitte Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

James Turrell – Light Art Presentation in English
1 h light art presentation, including 30 min talk on the remodelling of the chapel and the light installation by James Turrell
Berlin: Kapelle Dorotheenstädtischer Friedhof I Mitte Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

September 2021
Fr, 24.9. | 18.30 – 19.30 Uhr
James Turrell – Light Art Presentation in English

Oktober 2021
Fr, 1.10. | 18.15 – 19.15 Uhr
James Turrell – Light Art Presentation in English

Sa, 2.10. | 18.15 – 19.15 Uhr
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

So, 3.10. | 18.15 – 19.15 Uhr
Erntedank
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

Fr, 8.10. | 18.00 – 19.00 Uhr
James Turrell – Light Art Presentation in English

Sa, 9.10. | 18.00 – 19.00 Uhr
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

So, 10.10. | 18.00 – 19.00 Uhr
19. Sonntag nach Trinitatis
James Turrell – Light Art Presentation in English

Sa, 16.10. | 17.30 – 18.30 Uhr
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

So, 17.10. | 17.30 – 18.30 Uhr
20. Sonntag nach Trinitatis
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

Mo, 18.10. | 18.00 – Uhr
Stimmen der Toten im Lichtraum von James Turrell anlässlich des Todestages von Friedrich Kittler
Vortrag im Lichtraum von James Turrell: RAIMAR ZONS über FRIEDRICH KITTLER
Berlin: Kapelle Dorotheenstädtischer Friedhof I Mitte Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

Do, 21.10. | 17.30 – 18.30 Uhr
James Turrell – Light Art Presentation in English

Sa, 23.10. | 17.15 – 18.15 Uhr
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

So, 24.10. | 17.15 – 18.15 Uhr
21. Sonntag nach Trinitatis
James Turrell – Light Art Presentation in English

Fr, 29.10. | 17.15 – 18.15 Uhr
James Turrell – Light Art Presentation in English

Sa, 30.10. | 17.15 – 18.15 Uhr
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

So, 31.10. | 17.15 – 18.15 Uhr
Reformationstag
James Turrell, Luther´s Light: Präsentation der Lichtkunst

Ticketreservierungen unter: evfbs.de/tickets

Veranstalter:
Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
Südstern 8–10
10961 Berlin
info@evfbs.de

LICHT

Licht ist eine elementare Lebenskraft. Deshalb besitzt es für fast alle Religionen und Weltanschauungen eine hohe symbolische Bedeutung. Licht ist ein Bild für alles Gute: das Leben selbst, die Liebe, die Hoffnung, den Glauben.

James Turrell ist ein Künstler, den man nicht vorschnell auf eine weltanschauliche oder religiöse Lebensposition festlegen kann. Als Licht-Künstler verfolgt er auch naturwissenschaftliche Interessen und autonome ästhetische Ideen. Manchmal hat man den Eindruck, er arbeite mit dem Licht wie ein Bildhauer mit Ton, Stein oder Holz. Und doch lösen seine Licht-Installationen unweigerlich auch religiöse Assoziationen aus.

Dies ist besonders hier der Fall. Diese Kapelle ist ein kirchlicher Raum. Sie liegt mitten auf einem christlichen Friedhof. Man kann diese Turrell-Installation nicht betrachten, ohne die christliche Bedeutung des Lichts mitzubedenken. Das ist durchaus in Turrells Sinne. Denn bei der architektonischen Neugestaltung der Kapelle war es auch ihm wichtig, dass sie weiterhin als christlicher Sakralbau erkennbar ist: durch das Kreuz über dem Eingang und durch das Kreuz an der Vorderseite des Altars.
Das Kreuz gilt heute als das Hauptsymbol des Christentums, was man auch an regelmäßig aufflammenden symbolpolitischen Streitigkeiten sehen kann. Aber das Kreuz ist nicht das einzige und nicht das älteste Symbol des christlichen Glaubens. Mindestens so bedeutsam ist das Licht. Hierzu gibt sich vielfältige Aussagen im Neuen Testament. Die wichtigste findet sich im Johannesevangelium. Hier sagt Jesus Christus von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Wer an Jesus Christus glaubt, hat innerlich Zugang gefunden zum Leben und zur Liebe Gottes. Selbst das Böse und der Tod können ihm diese Verbindung nicht mehr rauben.

Das aber bedeutet für die Gläubigen, dass sie ein neues Leben beginnen. Die Taufe markiert diesen Neuanfang. Deshalb wurde sie in der Tradition mit Lichtmotiven verbunden. Wer an Jesus Christus glaubt und auf seinen Namen getauft wird, wird nun selbst – wie der Brief an die Epheser sagt – ein Licht-Träger: „Früher wart ihr Finsternis, nun aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.“ (Epheser 5,8) Im Licht zu leben, hat auch eine wichtige ethische Bedeutung: Ein Christ soll nichts tun, was das Tageslicht scheuen würde und wofür er sich schämen müsste. Selbst ein Lichtstrahl Gottes zu sein, hat zudem eine überraschende ästhetische Seite: Für den Autor des Epheserbriefs ist der klarste Beweis dafür, dass Menschen wirklich im Namen Jesu Christi zusammengekommen sind, dass sie schöne Musik machen, dass sie „einander in Psalmen und Hymnen ermuntern, geistliche Lieder singen und dem Herrn fröhlich aufspielen“. (Epheser 5,19) So geschieht es übrigens immer noch, wenn in dieser Kapelle Trauergottesdienste gefeiert werden.

Das Leben im Licht umfasst die ganze Existenz eines Christen. Ganz besonders wird dies aber an der Grenze zum Tod zum Thema. Deshalb ist es so passend, dass Turrells Installation ausgerechnet in einer Friedhofskapelle eingerichtet wurde: Jesus Christus ist das Licht der Welt. Wer ihm nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.

Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland)

Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Vorsitzender des Vorstandes: Peter Storck
Ev. Kirchenforum Stadtmitte | Klosterstr. 66 | 10179 Berlin-Mitte
Ev. KKV Berlin Mitte-Nord/Stiftung Kirchhoefe - IBAN: DE90 5206 0410 6603 9955 50