„Kirchen in Szene setzen“ – Preis der Stiftung KiBa 2018

MEDIENINFORMATION


Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte erhält den 1. Preis für die erfolgreiche Umgestaltung und Nutzung der Kapelle auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof I; Chauseestr. 126 in Berlin-Mitte.

Aus 58 Anwärterprojekten aus ganz Deutschland wurden 3 Gewinner für den „Preis der Stiftung KiBa 2018 – Kirche in Szene setzen“ prämiert: Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) für die Maßnahmen an der Kapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs I, die Pilgerkirchen im Lassaner Winkel (Mecklenburg-Vorpommern) sowie das Projekt „raumschiff.ruhr“ in der Essener Marktkirche.
Mit der Auszeichnung erhält der EVFBS eine zweckgebundene Förderung für Baumaßnahmen an einer Kirche in Höhe von 25.000 Euro als Preisgeld für den 1. Platz.

Die einst baufällige und dem bedeutenden Dorotheenstädtischen Friedhof wenig entsprechende Kapelle aus den 1920er Jahren wurde von 2013-2015 nach Plänen von James Turrell und Nedelykov Moreira Architekten „ebenso entschieden wie sensibel umgebaut“ wie Johann Hinrich Claussen in der Begründung der Jury der Stiftung KiBa 2018 schreibt.

Bauherr der Maßnahme war die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin Brandenburg, Eigentümer ist der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte.
Die Finanzierung erfolgte durch Mittel des EVFBS, der Lottostiftung Berlin, des Landesdenkmalamtes Berlin, des Ausstellungshauses für Christliche Kunst e.V., München.

Seit der baulichen Umgestaltung wird die Kapelle wieder als würdiger und zeitgemäß gestalteter sakraler Raum im Rahmen von Trauerfeiern genutzt. Zusätzlich wird die Kapelle mit großem Erfolg einer breiten Öffentlichkeit als spiritueller, innerstädtischer Ort der Kontemplation zugänglich gemacht durch öffentliche Präsentationen der Lichtkunstinstallation von James Turrell, Lesungen, wissenschaftliche Lectures, klassische Konzerte und Andachten.

www.stiftung-kiba.de/aktuell
www.evfbs.de

siehe → Aktuelles, Presse

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“

Mit diesem Martin Luther zugeschriebenen Wort laden wir herzlich ein, im Rahmen des 500jährigen Reformationsgedenkens an der Pflanzung eines Apfelbäumchen (Sorte „Martin Luther“ – über die Bethel Stiftung/Barnimer Baumschule Biesenthal) und Präsentation des gereinigten Luther Denkmals auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof teilzunehmen.

Dank großzügiger Spenden konnte nicht nur die Luther-Statue (eine Kopie des Luther-Denkmals in Wittenberg von Johann Gottfried Schadow), sondern auch die Büste des Baumeisters August Friedrich Stüler gereinigt und gegen weitere Schäden gesichert werden.

Treffpunkt ist Freitag, der 10. November 2017 um 14 Uhr an der Friedhofskapelle Dorotheenstädtischer Friedhof, Chausseestr. 126

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das im Mai eröffnete kleine Friedhofscafé „CaDoro“ hinter dem Totengräberhäuschen sowie die Präsentation der Lichtkunst von James Turrell in der Kapelle zu besuchen.

Gertrud Dailidow-Gock, für die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Pfarrer Jürgen Quandt, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte

Verkehrsverbindung: U-Bahnhof Naturkunde-Museum oder Oranienburger Tor

siehe → Aktuelles, Presse

ag friedhofsmuseum: Pressemitteilung / Veranstaltungshinweis

ZWISCHENWELTEN – Wunderkammern der Sichtbaren und Unsichtbaren

Bilder, Drucke, Collage, Hörspiel, Rauminstallationen von
Birte Haaken, Yung- Shan Tsou, Timo Moors, Susann Pönisch und Julienne Jattiot

Einladung zur Vernissage am 28. Juli 2016, 19:00 Uhr

Alter Friedhof St. Marien – St. Nikolai, im ehemaligen Verwalterhaus
Prenzlauer Allee 1, Ecke Mollstraße in 10405 Berlin – Prenzlauer Berg

ZWISCHENWELTEN – Wunderkammern der Sichtbaren und Unsichtbaren

Das alte Verwalterhaus des Alten Friedhofs St. Marien – St. Nikolai steht scheinbar schweigend an der lauten und belebten städtischen Ecke hinter einer dicken Backsteinmauer. Passanten laufen täglich zu Hunderten an der Friedhofsmauer entlang, aber niemand scheint das Gebäude zu bemerken.
Wagt man sich hinein und schaut durch die alten Fenster auf die moderne Kreuzung, hat man das Gefühl in der Vergangenheit zu stehen und die Zukunft zu erblicken. Geht man schließlich von Raum zu Raum, fühlt man sich beobachtet, beginnt plötzlich zu schleichen und ahnt, dass man hier nicht der Einzige ist.
Mit jeder sich öffnenden Tür tun sich kleine Welten auf, die eigenartig konserviert erscheinen. Manchmal ist ein Raum noch warm, als sei er gerade eben verlassen worden. Andere Räume scheinen seit Jahrzehnten ohne Bewohner gewesen zu sein.

Die fünf KünstlerInnen beseelen das ehem. Verwalterhaus: mit ihren Werken werden Geschichten von den unsichtbaren, abwesenden, verschwundenen, bemerkenswerten Einwohnern erzählt und Zwischenwelten geöffnet.
Ausstellungszeitraum und Öffnungszeiten 29. Juni 2016 bis 18. August 2016

Mittwoch und Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Finissage: 18. August 2016 um 19:00 Uhr

Veranstalter:
ag friedhofsmuseum berlin e.V.
mit Unterstützung des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten;
ÖPVN: Mollstraße /Ecke Prenzlauer Allee; Bus 142, Bus 200, Tram M2, Tram M 8

Weitere Infos:
www.friedhofsmuseum.de
www.kulturkapellen.de
Facebook: www.facebook.com/Kulturkapellen

siehe → Presse

Ehrengrab Heinrich Barth

Am 25. November 2015, genau 150 Jahre nach dem Tod des Afrika-Forschers Heinrich Barth, wird dessen Grabmal auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde am Mehringdamm  in erneuerter Gestalt wieder zugänglich sein.

Als Ehrengrab der Stadt Berlin wurde es 1865 errichtet. Die Neugestaltung – angeregt und finanziert von der in Köln ansässigen Heinrich-Barth-Gesellschaft –  wird mit einer kleinen Feier  auf dem Friedhof begangen (am 25. um 15.00 Uhr).

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Wer aber war dieser Heinrich Barth, der  (1821 geboren in Hamburg) in seinen letzten beiden Lebensjahren an der Universität in Berlin lehrte? In der Reihe der vielen in kolonialem Auftrag Afrika Bereisenden, die im wesentlichen Landnahme und Ausbeutung vorbereiteten, war Heinrich Barth als Reisender und Berichterstatter eine Ausnahmeerscheinung. Für ihn war Afrika zuerst ein in seiner Geschichte und Kultur zu ergründender Kontinent. Er vertiefte sich in dessen Länder, Sprachen, Religionen, Traditionen wie niemand vor ihm und wenige nach ihm. Daher ist der Name Heinrich Barth in Timbuktu, Agadez oder Kano bekannt und verehrt.
Gerade angesichts der aktuellen Probleme und der daraus resultierenden Flüchtlingsbewegungen von Afrika nach Europa verdient das Werk Heinrich Barths und  sein Umgang mit den Menschen, denen er auf Augenhöhe begegnete, mehr als nur Erinnerung, sondern Wiederentdeckung als Beitrag zum interkulturellen Verständnis. Möchte die erneuerte Grabstätte Friedhofbesuchern ein Anstoß dazu sein.

Eine Internetseite der Heinrich-Barth-Gesellschaft steht ebenso zur Verfügung (www.heinrich-barth-gesellschaft.de) wie ein wissenschaftlicher Beitrag in Wikipedia.

siehe → Presse

Pressemitteilung zum Projekt „Scheitern“

eine künstlerische Intervention im Haus Eichner auf dem Alten Friedhof St. Marien – St. Nikolai

Vernissage: am 10.09.2015 um 18:00 Uhr

Alter Friedhof St. Marien – St. Nikolai, Prenzlauer Allee 1, 10405 Berlin
im ehemaligen Verwalterhaus

Ausgangspunkt des Projektes ist der Bilderzyklus Scheitern des Malers Marius Heckmann, entstanden in den Jahren 2003 bis 2015. Dieser Zyklus bezieht sich in wesentlichen Teilen auf die Verfilmung des Romans Moby Dick von Herman Melville.

Für den Künstler sind Roman und Verfilmung eine Art Blaupause für menschliches Scheitern, verkörpert in Ahab, dem Kapitän eines Walfangschiffes, einer Figur, die ihre Begrenztheit offen sichtbar in Form eines Holzbeines tragen muss. Eine Grenze gleichsam als Warnung, ihm zugefügt im Kampf mit einem mythischen weißen Wal. Ahabs obsessiver Wunsch nach Rache scheitert, er wird in die Tiefe, in den Tod gerissen.
Zuletzt, noch einmal an der Oberfläche, gefesselt an den Wal , scheint er zu winken und seine Mannschaft folgt ihm nach.

Entgrenzung als Motor für menschliches Handelns ist für Heckmann nur vor dem Hintergrund der Angst vor dem eigenen Tod zu begreifen.

Ergänzend verweist die ebenfalls gezeigte Bildsequenz Oh du süßer Vogel Jugend gleichsam in Chiffren auf eigene, höchst subjektive Erfahrungen mit dem Thema Tod.

Ursprünglich war geplant, auch den Friedhof selbst durch Arbeiten der anderen genannten Künstler mit einzubeziehen, was leider vorerst nicht möglich ist. Die Projektskizzen und Teilergebnisse werden aber in dem begleitend erscheinenden Katalog aufgeführt bzw. soweit möglich in das Haus integriert.

Beteiligt sind die Künstler Marius Heckmann, Alfred Graf, Steffen Kasperavicius und die Künstlerin Isabel Czerwenka-Wenkstetten.

Geöffnet:
Dienstag bis Freitag jeweils 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag und Sonntag 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Anbindung: Mollstr./Ecke Prenzlauer Allee; Bus 142, Bus 200, Tram M2, Tram M 8

Weitere Infos:
www.friedhofsmuseum.de
www.kulturkapellen.de
Facebook: www.facebook.com/Kulturkapellen

siehe → Presse

Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
Vorsitzender des Vorstandes: Peter Storck
Geschäftsstelle Ev. Kirchenforum Stadtmitte | Klosterstr. 66 | 10179 Berlin-Mitte
Berliner Bank | BLZ 100 200 00 | Konto Nr. 31 01 957 907